Begegnungen auf meiner Reise, 1. Teil

Teil 1

 

Ich frage mich, ob der Magnetismus von Menschen stärker wird, je mehr diese sich in ihrem Element befinden?

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Ich liebte meinen Laden. Aber im Vergleich zu heute muss ich feststellen, dass ich, als Verk√§uferin f√ľr Interior, die ich ja war, nicht wirklich in meinem Element war. Ich konnte das, aber ich merkte immer wieder, dass irgendetwas nicht richtig schien. Die Richtung war schon ziemlich gut, aber irgendwas passte nicht...

Zum Thema "in seinem Element sein " kommt mir immer direkt die Geschichte von Dr. Eckart von Hirschhausen in den Sinn (dies ist nur eine Quellenangabe, keine Werbung..;).


In einem norwegischen Zoo, stand ein Pinguin auf seinem Felsen. Hirschhausen dachte ganz klar Fehlkonstruktion. Keine Taille, keine Knie... eindeutig: Fehlkonstruktion. Armer Pinguin.

Dann sprang der Pinguin ins Wasser... Wer je Pinguine unter Wasser gesehen hat, der denkt auf keinen Fall: Fehlkonstruktion!. Er war in seinem Element! Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit einem Liter Sprit k√§me er umgerechnet √ľber 2500 km weit! Sie sind hervorragende Schwimmer, J√§ger, Wasser-T√§nzer... 

Hier wird unmissverständlich klar, wie wichtig das Umfeld ist, in dem man sich bewegt und ob darin die eigenen Stärken und Leidenschaften einen Platz haben.
"Menschen ändern sich nur selten komplett und grundsätzlich. Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe. Also nicht lange hadern: Bleib als Pinguin nicht in der Steppe. Mach kleine Schritte und finde dein Wasser. Und dann: Spring! Und Schwimm!
Und du wirst wissen, wie es ist, in Deinem Element zu sein."
(E. v. Hirschhausen)


Ich habe diese Geschichte vor ca. 2 Jahren gelesen aber seitdem kommt sie mir regelm√§√üig und den Sinn. Vor allem immer dann, wenn ich Menschen treffe, bei denen ich das Gef√ľhl habe (und das muss nicht der Wahrheit entsprechen!) sie sind nicht richtig in ihrem Element, oder gar v√∂llig au√üerhalb desselben, glauben aber, nicht anders zu k√∂nnen. Manche k√§mpfen sich richtig ab, weil sie f√ľr sich gar nicht gepr√ľft haben:  "Bin ich in meinem Element? Und was ist das √ľberhaupt?" Wie oft habt ihr schon geh√∂rt das einer "muss ja..." sagt, oder "geht ja nicht anders..."?  Und so oft habe ich geh√∂rt "Ja du kannst ja auch, weil..." Aber darum geht es gar nicht. Ich bin dankbar, das mir das Leben soviel Sicherheit schenkt, das ich die Entscheidung damals so schnell und intuitiv treffen konnte. Ich w√ľrde es aber wieder so machen, auch wenn die √§u√üeren Bedingungen andere gewesen w√§ren. Haus, Auto, Reisen, das ist nur die Sahnehaube. Das richtige Gl√ľck liegt darunter. Meine Familie und die Liebe, die da ist.

 

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Ich konnte das. Einen Laden f√ľhrten. Verk√§uferin sein. Aber es war nicht mein Element. Ich brauche es, etwas zu erschaffen. Ich brauche die Arbeit mit Blumen und mich da hinein fallen zu lassen. Ich kann nicht gut Smalltalken. Ich kann gar nicht gut verkaufen! Ich zeige lieber. Ich bin gerne alleine mit mir. Ich bin sehr fl√ľchtig. Ich brauche es, aus dem Atelier laufen zu k√∂nnen, weil da jetzt im Garten etwas erledigt werden muss.

Ich habe mein Element gefunden. Meine Idee funktioniert und schenkt mir Zufriedenheit und wundervolle neue Menschen. Dazu mehr in Teil 2...

 

Liebe Gr√ľ√üe, euer Pinguin